- Zielgruppe
- Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen/Sozialen Jahrs oder des Bundesfreiwilligendienstes
- Gruppengröße
- 10–30 Personen
- Dauer
- Mindestens 3 Stunden, empfohlen sind ganze Projekttage
- Termine
- Nach Vereinbarung. Anfragen bitte an kontakt@mensch-tier-bildung.de.
- Kosten
- Je nach verfügbarem Budget
Kurzbeschreibung
In diesem Workshop geht es um den Umgang mit Tieren wie Rindern, Schweinen und Hühnern in der Agrarwirtschaft. Die Teilnehmenden setzen sich mit den Bedürfnissen und Eigenschaften der Tiere auseinander und lernen mit spielerischen Methoden ihre Lebensbedingungen in unterschiedlichen Haltungsformen kennen. Im Anschluss vollziehen die Teilnehmenden wirtschaftliche und politische Zusammenhänge nach und diskutieren verschiedene Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten. Der Workshop kann inhaltlich an das Vorwissen und ggf. die Einsatzorte der Teilnehmenden angepasst werden. Bei Bedarf kann der Fokus auch auf den Zusammenhang von Klimakrise und Ernährung gelegt werden und gemeinsam klimafreundliches Essen gekocht werden.
Aufbau
Je nach Interessen und Zeitrahmen stehen hier die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Schweinen und/oder Rindern im Vordergrund, die die Teilnehmenden in einer Mischung aus kleinen Präsentation, Filmausschnitten und interaktiven Methoden kennenlernen. Je nach gewünschter Komplexität diskutieren die Teilnehmenden z. B., inwiefern die von der Philosophin Martha Nussbaum in ihrem Fähigkeitenansatz hervorgehobenen menschlichen Fähigkeiten auch für Tiere wichtig sind.
In diesem Modul geht es um die Realität der Tierhaltung in konventionellen und alternativen Haltungssystemen. Die Teilnehmenden lösen gemeinsam Quizaufgaben, beschäftigen sich in Gruppenarbeit mit Infomaterial, sehen einen Filmausschnitt und/oder setzen sich in Stationsarbeit in Gruppen mit verschiedenen Aspekten der Haltungsbedingungen auseinander.
Der Workshop soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern den Teilnehmenden ermöglichen, zu dem Gelernten eine eigene Position zu entwickeln und mögliche Folgen für ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Dieses Modul bietet dazu die Gelegenheit. Je nach zeitlichem Rahmen werden mit unterschiedlichen Methoden die Fragen diskutiert, was die Nutzung in der Landwirtschaft für die jeweiligen Tiere bedeutet und wie das ethisch und politisch zu bewerten ist.
In diesem Modul gewinnen die Teilnehmenden ein Verständnis für die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen hinter der gegenwärtigen Tierhaltung. Sie beschäftigen sich mit der Perspektive verschiedener Akteure – zum Beispiel Tierhalter*innen, Regierung oder Konsument*innen – und vollziehen nach, welche Handlungsmöglichkeiten diesen zur Verfügung stehen. Außerdem geht es um unterschiedliche politische Positionen: Insbesondere werden die Ansätze der Tierschutz- und der Tierrechtsbewegung gegenübergestellt und diskutiert.
In einem Ideensturm können Ideen für eigene Verhaltensänderungen und Aktionen gesammelt werden. Eine ergebnisoffene Diskussion schließt den Workshop ab.
Wir bieten die Workshops deutschlandweit an. Gerne kommen wir für einen oder mehrere Workshops auch zu Ihrer Gruppe. Die genaue Ausgestaltung besprechen wir bei Bedarf vorher gerne mit Ihnen. Melden Sie sich jederzeit bei uns, um mehr zu erfahren oder gleich einen Termin zu vereinbaren. Sollten Sie Kontakte zu potentiell interessierten Seminarleiter*innen oder Lehrer*innen haben, freuen wir uns auch über eine Weiterempfehlung.

